Aus Wald oder Weltall? Besuch im Kornfeld.

 

Mancher wundert sich zur Zeit über rätselhafte Muster im Kornfeld. Der DJV gibt Entwarnung: Nicht Außerirdische verursachen die kreisrunden Naturphänomene, sondern liebestolle Rehe während der Paarungszeit. Autofahrer sollten jetzt auch tagsüber mit Wildwechsel über Straßen rechnen.

(Berlin, 12. Juli 2017) Im Hochsommer steigt das Wildunfallrisiko. Schuld daran sind paarungsbereite Rehe in der Brunftzeit. Dem Liebesrausch verfallen, verfolgt der Rehbock seine Auserwählte auch tagsüber kilometerweit. Besonders hoch her geht es an heißen Tagen im Juli und August. Dann kreuzen Bock und Ricke vermehrt die Fahrbahn. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet alle Verkehrsteilnehmer jetzt besonders vorsichtig zu fahren um rechtzeitig bremsen zu können. Dies gilt speziell für unübersichtliche Straßenabschnitte entlang von Wäldern und Feldern. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht vermeiden, sollte der Fahrer nicht versuchen auszuweichen, sondern bremsen und das Lenkrad festhalten.

Vor der Paarung treibt der Rehbock die Ricke oftmals im Kreis. In Getreidefeldern entstehen sogenannte "Hexenringe" von 10 bis 30 Metern Durchmesser. Diese Naturphänomene weisen demnach weniger auf Besuch aus dem All, sondern vielmehr auf irdische Re(h)produktion hin.

 

Weitere Informationen:

Wie kann ich Wildunfälle verhindern und was muss ich tun, wenn's doch gekracht hat? Verhaltenstipps für Verkehrsteilnehmer gibt es hier: www.jagdverband.de/content/wildunfälle-verhindern

Ein Tiersteckbrief für das Reh gibt es hier: www.jagdverband.de/content/reh-capreolus-capreolus

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Der Rehbock treibt die Ricke in der Paarungszeit oft kilometerweit vor sich her.
Quelle: KauerMRoss/DJV
Knapp 230.000 Paarhufer sind 2016 auf der Straße verunglückt.
Quelle: DJV